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Dienstag, 7. März 2017
EuroBirdPortal jetzt mit doppelt so vielen Arten und Daten inklusive 2015

Die Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus über 20 Ländern in Europa werden im EuroBirdPortal zusammengeführt, das 2015 mit Daten von 50 Vogelarten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Österreich wird dabei durch ornitho.at vertreten. Auf Basis eines 30x30 km-Rasters wird die Verbreitung von ausgewählten Vogelarten über das ganze Jahr für weite Teile Europas visualisiert. Mit dem jetzigen Update sind 50 weitere Vogelarten hinzugekommen – es sind also jetzt 100 Vogelarten mit Daten von 2010 bis 2015 im EuroBirdPortal verfügbar. Die Einblicke in die Verbreitung der Vögel Europas im Jahresverlauf sind wahrlich faszinierend. Für die meisten der neu hinzugekommenen Arten wie Raubwürger, Pirol oder Bergfink sind es die ersten Darstellungen auf dieser Ebene außerhalb der Brutzeit überhaupt!

Anders als bei Erfassungsprogrammen nach standardisierten Methoden, werden in Onlineportalen wie ornitho.at das ganze Jahr über sogenannte "Zufallsbeobachtungen" gesammelt. Die große Menge dieser unsystematisch erhobenen Daten bietet erstaunliche Möglichkeiten zur Visualisierung und Erforschung der Verbreitung von Vögeln über große geographische Räume. Um dieses große Potenzial tatsächlich ausschöpfen zu können und gemeinsame Analysen zu fördern, wurde das EuroBirdPortal initiiert. 69 Partner aus 21 europäischen Ländern sind derzeit im EuroBirdPortal zusammengeschlossen. Pro Jahr werden auf diese Weise rund 40 Millionen Vogelbeobachtungen von mehr als 100.000 Beobachterinnen und Beobachtern zusammengetragen. Das EBP ist damit das größte und dynamischste citizen-science Biodiversitätsportal in Europa!

Neben den Ergänzungen um 50 zusätzliche Vogelarten und die Beobachtungen von 2015 wurde mit der jüngsten Überarbeitung eine neue Kartendarstellung hinzugefügt, die die Visualisierung der gesamten saisonalen Verbreitungsmuster durch die Kombination aller sechs Jahre ermöglicht. Da jeweils zwei animierte Karten angezeigt werden, bei der zwischen Vogelart, Jahr und Darstellungstyp gewählt werden kann, stehen im EBP nun mehr als 20 Millionen verschiedene Kartenkombinationen zur Verfügung! Technische Grundlage für die Darstellung ist die Software CARTO.

Die Bemühungen für die nahe Zukunft konzentrieren sich darauf, die Daten nahezu in Echtzeit darstellen zu können. Die heute eingegebene Singdrossel wäre dann bereits morgen im Verbund mit Beobachtungen aus weiten Teilen Europas im EuroBirdPortal sichtbar!

Tageslisten: die besonders wertvollen Daten
Eine für die Darstellungen und Auswertungen besonders wichtige Datenquelle sind die so genannten Tageslisten. Bitte melden Sie deshalb wann immer möglich und sinnvoll ihre Beobachtungen in Listenform. Über die ornitho-App "NaturaList" ist das besonders einfach. Wichtig ist, dass Sie auf alle Vogelarten achten und diese zumindest als "registriert" (also ohne Anzahl oder nähere Angaben) notieren. Tageslisten sollten sich auf einen (gelben) Gebietsnamen oder höchstens wenige (blaue) Sextanten beziehen. Sie werden merken, dass Sie ganz anders auf die Vogelwelt achten (und vielleicht auch überraschende Einblicke erhalten), wenn Sie Tageslisten eingeben.

Weitere Informationen:

 

Abbildung: Eine von mehr als 20 Millionen Kartenkombinationen des EuroBirdPortals: Verbreitung von Kranich und Bergfink Anfang August in Europa nach den Daten der Jahre 2010 bis 2015. © EBP

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Montag, 20. Februar 2017
AFK neu beurteilte Fälle - Sitzung Februar 2017

Liebe VogelkundlerInnen,

Am 5. Februar 2017 fand die jüngste Sitzung der AFK in der Vogelsammlung/NHM Wien statt. Etwa 200 Meldungen, überwiegend aus dem Jahr 2016 wurden bearbeitet. Die Ergebnisse finden sich ab sofort online auf der Homepage der AFK unter http://www.birdlife-afk.at/. Nur hier gibt es einen vollständigen Überblick zu den bisher bearbeiteten Fällen.

Unter den vielen bemerkenswerten Beobachtungen finden sich auch zwei neue, nun bestätigte Artnachweise für Österreich: Strandpieper und Blauwangenspint! Damit sind in Österreich nun 429 Arten bestätigt nachgewiesen!

Wir bedanken uns einmal mehr für die zahlreichen Zusendungen und das vielseitige Bemühen um die gewissenhafte Dokumentation zum Auftreten seltener Arten in Österreich. Bitte auch bei Einträgen protokollpflichtiger Arten hier auf ornitho.at an eine entsprechende Meldung an die AFK denken! Ein Formular zum Download steht dort zur Verfügung. Das vereinfacht die Meldung wie auch die Bearbeitung! Darüber hinaus möchte ich aus gegebenem Anlass nochmals in Erinnerung rufen, dass die AFK die Qualität von Meldungen und nicht die Qualifikation von BeobachterInnen beurteilt! Es wäre aber unrichtig zu sagen, dass bei der Beurteilung eines Nachweises u.a. eine Vorerfahrung mit der gemeldeten Art des Beobachters/der Beobachterin nicht miteingehen kann. Das ist nicht neu, und lässt sich am Formular mit der entsprechenden Frage klar erkennen!

Mit besten Grüßen

Hans-Martin Berg

(Vorsitz Avifaunistische Kommission/BirdLife Österreich)

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Freitag, 17. Februar 2017
Atlassaison 2017: Jetzt mit Nachweisen von balzenden Eulen starten!

Liebe Atlaskartiererin, lieber Atlaskartierer!

Spätwinter und beginnender Frühling sind die ideale Zeit, um revieranzeigende Eulen nachzuweisen. Besonders bei den Bergwaldeulen Sperlingskauz und Raufußkauz sind die Verbreitungsbilder noch recht lückenhaft – beide Arten sind ist Österreich deutlich weiter verbreitet als es die Karten anzeigen. Sie können i.d.R. in größeren Waldgebieten über 1.000 m Seehöhe angetroffen werden, im Wald- und Mühlviertel auch deutlich darunter. Besser bestellt ist es hingegen um die Verbreitungsbilder von Waldkauz und Waldohreule – hier sind im Vergleich nur mehr kleinere Lücken auffällig.

Beim Sperlingskauz (um zur aktuellen Karte mit Nachweisen zu gelangen bitte auf die Art klicken) fehlen noch Nachweise aus den folgenden Gebieten: in den Niederen Tauern, den Seetaler und tw. den Gurktaler Alpen, in den Hohen Tauern (v. a. im Pinzgau, Pongau und in Oberkärnten), im Tiroler Oberland (v. a. Bezirke Reutte, Imst, Innsbruck Land) sowie in Vorarlberg (z. B. Rätikon, Bregenzerwald, Hinterwald). Daneben ist die Art wohl auch im Mühl- und Waldviertel etwas weiter verbreitet, sowie in den nördlichen Kalkalpen des östlichen Oberösterreich.

Die Verbreitungskarte des Raufußkauzes zeigt eher die Aktivität Eulen-interessierter Vogelkundler als reale Verbreitungszentren. Lücken im Verbreitungsbild bestehen besonders im Mühlviertel, der westlichen Obersteiermark, im Lungau, Pongau und Pinzgau, sowie allen Bezirken Kärntens und Tirols, und in den Vorarlberger Bezirken Bregenz und Bludenz.

Der Waldkauz ist in größeren Waldgebieten bis etwa 1.000 m fast überall anzutreffen; stellenweise kann die Art auch deutlich höher vorkommen. Etwas größere Lücken im Verbreitungsbild gibt es vermutlich noch in den Tallagen und den unteren Hangbereichen des Alpenraumes von den Niederen Tauern und der Koralpe westwärts bis zum Tiroler Oberland, sowie stellenweise im Innviertel, im westlichen Wald- und östlichen Mühlviertel, im Mostviertel und in den östlichen Ausläufern der Buckligen Welt und im Ödenburger Gebirge (Burgenland).

Eine weitere Verbreitung als derzeit angezeigt ist bei der Waldohreule in Oberösterreich (v.a. Bez. Grießkirchen, Eferding), im nördlichen Weinviertel oder im Mittel- und Südburgenland zu erwarten. Daneben deutet ein vorläufiger Vergleich mit den alten Atlasdaten aber auch eine Aufgabe höher gelegener Vorkommen an – in Tallagen des Alpenraumes sowie in Vorarlberg. Kontrollen wären hier wünschenswert, um diesen Befund bestätigen zu können. Negative Ergebnisse gezielter Nachsuchen können mit Angabe der Art, Anzahl=0 und Atlascode=99 gemeldet werden.

Hinweise zur Kartierung

Sperlingskäuze balzen besonders in der Dämmerung, Raufußkäuze ab Einbruch der Dunkelheit. Für die Kartierung beider Bergwaldeulen bietet sich das legale Befahren hoch gelegener Straßen und Pässe an – vor allem bei guter Witterung, d. h. windstilles, klares Wetter und besonders an den Tagen rund um den Vollmond. Bei Stopps alle paar 100 m kann man nach spontan rufenden Eulen horchen, bzw. können kurz (max. eine Minute) einige Balzrufe gepfiffen, vom Tonband, von der Auto-Stereoanlage o. ä. abgespielt werden. Bei der Antwort eines Revierinhabers das Locken sofort einstellen. Nach dem Abspielen ist es sinnvoll, mehrere Minuten zu warten, da eine Reaktion unter Umständen nicht sofort erfolgt. Keinesfalls sollte bei Ausbleiben einer Reaktion mehrfach und intensiv weiter gelockt werden!

Wir wünschen einen erfolgreichen Start in die letzte Atlassaison!

Ihr Atlas-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Donnerstag, 5. Januar 2017
Meldung der Avifaunistischen Kommission

Liebe MitarbeiterInnen und MelderInnen auf ornitho.at,

Wie bereits auf der Homepage der Avifaunistischen Kommission (AFK) im Oktober 2016 angeführt (www.birdlife-afk.at), gibt es bei der Meldepflicht kleine Änderungen, die zur Erinnerung hier nochmals angeführt werden:

Zwergscharbe: Protokollpflichtig sind nur Feststellungen außerhalb des Burgenlandes und abseits der steirischen Bezirke Südoststeiermark, Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld, Graz und Graz Umgebung. Dies gilt rückwirkend seit 1.7.2016

Raufußbussard: Die Art ist seit 1.7.2016 in ganz Österreich nicht mehr meldepflichtig

Zitronengirlitz: Die Art ist seit 1.1.2016 im Gebiet der Tauplitzalm/Stmk. nicht mehr meldepflichtig.

Bei dieser Gelegenheit darf ich alle BeobachterInnen von protokollpflichtigen Arten höflich daran erinnern, offene Meldungen möglichst nachzuholen. Die AFK freut sich sehr über zeitnah erstellte Protokolle! Die nächste Sitzung der AFK findet im Februar 2017 statt.

Alles Gute für das kommende Jahr mit vielen spannenden Beobachtungen
wünscht
Hans-Martin Berg
(AFK/BirdLife Österreich)

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Mittwoch, 4. Januar 2017
Internationale Rotmilan Schlafplatzzählung am 7./8. Jänner – Zählen Sie mit!

Rotmilan-Schlafplätze in Österreich

In West- und Mitteleuropa überwinternde Rotmilane bilden jeweils am späteren Nachmittag/Abend kollektive Schlafplätze. Während in der Schweiz in den letzten Jahren die Zahl der überwinternden Rotmilane anstieg und bereits mehrere Tausend Individuen gezählt wurden, waren in Österreich bis 2015 nur Schlafplätze im Raum der March-Thaya Auen bekannt. Im Jänner 2016 wurden in Vorarlberg zwei Schlafplätze mit insgesamt 50 Individuen beobachtet, in Tirol hat sich im Herbst vorübergehend ein Schlafplatz mit über 20 Individuen gebildet. In den March-Thaya-Auen können sich an einem Schlafplatz über 60 Individuen versammeln, an den meisten anderen Schlafplätzen sind es deutlich weniger.

Gesucht: neue Schlafplätze

Da sich der Rotmilan in den letzten Jahren in Tirol und Oberöstereich als neuer Brutvogel etabliert hat, ist es besonders in allen Bundesländern nördlich des Alpenhauptkamms nicht unwahrscheinlich, dass auch neue Schlafplätze entdeckt werden. Viele dieser Schlafplätze bilden sich Jahr für Jahr immer wieder ungefähr in denselben Gebieten. Meist entstehen sie im Laufe des Oktobers. Ab Ende Januar nehmen dann die Bestände ab. Kommt es zu Schneefällen, verringert sich die Anzahl der Milane an vielen Schlafplätzen oder diese lösen sich ganz auf. Insbesondere in der Nähe von Futterplätzen bestehen in der Schweiz Schlafplätze auch in harten Wintern. Ein Schlafplatz kann sich an einem Waldrand, in einem kleinen Wäldchen, in einem Feldgehölz oder auch in einer Baumreihe befinden. Die manchmal nach der Brutzeit entstehenden Sommerschlafplätze sowie auch die temporären Schlafplätze von Durchzüglern bestehen im Regelfall nur für kurze Zeit und nicht an denselben Orten wie die Winterschlafplätze.

Europaweiter Zähltermin: 7./8. Jänner 2017

Zählmethode

Empfohlen wird, abends zu zählen, etwa von 30 Minuten vor bis 30 Minuten nach Sonnenuntergang. Einige Rotmilane kommen erst kurz nach Sonnenuntergang am Schlafplatz an, einzelne sogar erst etwa 30 Minuten danach. Bei starker Bewölkung treffen die Vögel meist etwas früher am Schlafplatz ein. Befindet man sich eine halbe Stunde (oder früher) vor Sonnenuntergang vor Ort, sieht man die anfliegenden Rotmilane. An manchen Abenden ist es einfach die Vögel zu zählen, weil sie einzeln und in kleinen Gruppen anfliegen oder weil sie gut sichtbar auf Laubbäumen sitzen oder weil sie noch längere Zeit in der Luft kreisen. Letzteres ist vor allem der Fall, wenn etwas Wind herrscht, nicht aber bei Windstille. An anderen Abenden erfasst man nur eine Mindestzahl. Dies ist z.B. der Fall, wenn sich die Vögel in Nadelbäume begeben, oder wenn bei der Ankunft des Beobachters schon einige Milane anwesend sind, oder wenn sie sich auf 2-3 Schlafplätze in der Gegend aufteilen.

An manchen Abenden bleiben die Vögel lange sitzen und plötzlich kommt es vor, dass sie wie auf ein geheimes Zeichen hin, alle auffliegen und dann einige Zeit in der Luft bleiben und wieder am selben Ort oder aber ein paar Hundert Meter weiter entfernt landen. Sieht man viele Milane in der Luft, kann ein Foto bei der Zählung helfen, auf dem man später die Vögel auszählen kann.

Regelmässig kommt es vor, dass die Rotmilane zuerst einen Sammelplatz anfliegen (oder sich auf 2-3 verteilen) und dann erst in der Dämmerung gemeinsam oder in Gruppen den Sammelplatz verlassen und den definitiven Schlafplatz ansteuern. Ein Sammelplatz kann ein paar Hundert Meter (manchmal mehr) vom Schlafplatz entfernt sein. An manchen Abenden entspricht der Sammelplatz gleich dem definitiven Schlafplatz. Manchmal verteilen sich die Milane auf 2-3 benachbarte Teil-Schlafplätze. Diese einzelnen Teil-Schlafplätze können in Distanzen von einigen Hundert Metern, aber auch von über 1 km zueinander liegen.

Oft schlafen die Milane mehrere Nächte in Folge an einer Stelle, dann wechseln sie plötzlich den Schlafplatz und verweilen mehrere Nächte an einer anderen Stelle, wobei solche abwechslungsweise benutzten Schlafplätze über 1 km entfernt voneinander liegen können. Die Fluchtdistanz ist am Schlafplatz erstaunlich hoch. Es empfiehlt sich deshalb aus einer Entfernung mindestens 250 m (besser 350 m) zu beobachten. Natürlich braucht es ein Fernglas oder besser ein Fernrohr.

Zählungen sind am Abend meist erfolgreicher als am frühen Morgen. Eine morgendliche Zählung ist nur möglich, wenn man auch wirklich weiss, wo genau die Vögel übernachteten (nicht aber, wenn der Schlafplatz zuerst gesucht werden muss). Der Abflug der ersten Vögel erfolgt oft etwa 30 Minuten vor Sonnenaufgang. Einzelne Milane können den Schlafplatz allerdings schon 45 Minuten vor Sonnenuntergang verlassen, zu einem Zeitpunkt also, an dem das vorhandene Licht nicht ausreicht um eine Zählung durchzuführen. Manche Vögel können bis weit in den Vormittag hinein am Schlafplatz verweilen, vor allem bei Regenwetter.

An größeren bzw. mehreren Teil-Schlafplätzen sind mehrere Zähler erforderlich. An den einzelnen Beobachtungsorten soll notiert werden, wie viele Milane um wieviel Uhr (auf die Minute genau) an- und abfliegen. Das Festhalten der jeweiligen Flugrichtung ist ebenfalls hilfreich. Dies erlaubt es später abzuschätzen, ob dieselben Milane auch an einem benachbarten (Teil-) Schlafplatz gesehen wurden.

Wegen möglicher Schlafplatzwechsel ist es sinnvoll, bereits vor dem Zähltag einmal kurz zu kontrollieren, ob die Vögel wirklich dort sind. Am eigentlichen Zähltag kann es von Vorteil sein, die Zählung zu zweit (oder zu mehreren) durchzuführen, damit man die Gegend des Schlafplatzes möglichst vollständig überblicken kann.

Diese Ergebnisse können über www.ornitho.at erfasst (mit dem Vermerk "Schlafplatz-Zählung") oder auch an katharina.bergmueller@birdlife.at oder hans.uhl@birdlife.at geschickt werden.

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Sonntag, 1. Januar 2017
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2016 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2015 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Mit den besten Wünschen für 2017!

Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Dienstag, 6. September 2016
Alpenkrähen gesucht!

Die Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) war bis ins 19. Jh. ein wahrscheinlich regionaler Brutvogel Österreichs. Das Wissen darüber ist aber sehr fragmentarisch. Heute gilt die Art in unserem Land als Ausnahmeerscheinung. Vor dem Hintergrund möglicher bestandsstützender Maßnahmen im Alpenraum hat die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Alpenornithologie e.V. "monticola" und die Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Südtirol (AVK) eine großflächige Suche nach der Alpenkrähe initiiert. Zur Verbesserung der Datenlage für eine spätere Entscheidung über konkrete Schutzmaßnahmen unterstützt BirdLife Österreich diese Erhebung mit einem Aufruf hier auf ornitho.at. Vielleicht hat der eine oder andere Vogelfreund das Glück, den "Vogel mit dem roten Schnabel" auf einer Gebirgswanderung anzutreffen. Die Alpenkrähe darf nicht mit der bei uns häufigeren ähnlichen Alpendohle verwechselt werden. Meldungen bedürfen einer sorgfältigen Dokumentation, die durch die Avifaunistische Kommission (AFK) einer Sichtung unterzogen wird. Sollten Sie eine Beobachtung tätigen, ersuchen wir um einen entsprechenden Eintrag auf ornitho.at sowie eine Meldung an die AFK (www.birdlife-afk.at) und direkt an monticola kontakt@monticola.org. Fotobelege sind in jedem Fall willkommen!

H.-M. Berg (Avifaunistische Kommission/BirdLife Österreich)

Mehr unter: http://monticola.org/de/pdf/flyer-alpenkraehe.pdf

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Donnerstag, 7. Juli 2016
Brutvogelatlas: Quadranten-Artenlisten vervollständigen

Für alle Atlas-BearbeiterInnen steht nun eine Liste all jener Arten zur Verfügung, die in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten in ihrem/ihren Quadranten nachgewiesen worden sind. Mit Hilfe dieser Liste bekommen die BearbeiterInnen Hinweise auf mögliche weitere Brutvogelarten, die bislang noch unentdeckt geblieben sein könnten. Bitte vergleichen Sie diese Liste mit den für den aktuellen Atlaszeitraum 2013-2017 vorliegenden Beobachtungen aus Ihrem Quadranten! Gibt es eventuell Arten, die bislang übersehen worden sein können? Bei welchen Arten macht eine Nachsuche nach Ihrer Meinung und Gebietskenntnis Sinn? Bitte beachten Sie, dass die Vergleichsliste (1) Beobachtungen aus einem Zeitraum von etwa 30 Jahren zusammenfasst (1981-2012) und (2) der Bearbeitungsstand je nach Region ganz unterschiedlich sein kann: Manche der auf der Vergleichsliste angeführten Vorkommen können mittlerweile verschwunden sein, und darüber hinaus kann die Liste in eher schlecht bearbeiteten Gebieten auch unvollständig sein. Außerdem kann die Artenliste auch Zugvögel enthalten, die zwar in Ihrem Quadranten nachgewiesen wurden aber für den Brutvogelatlas nicht relevant sind.

Wie geht das Vergleichen im Detail?

Die Liste ist auf ornitho.at nur für jene Quadranten abrufbar, für die Sie auch als Atlas-Verantwortliche(r) oder MitarbeiterIn eingetragen sind.

Sie finden die Liste unter "Atlasdokumente" (im Menü links fast ganz unten). Wenn Sie für mehrere Quadranten eingetragen sind, wählen Sie im ersten Schritt einen der Quadranten aus. Die Liste für diesen Quadranten liegt dann als pdf-Datei () im oberen Bereich der Seite vor.

Unter "Atlasdokumente" sehen Sie außerdem eine Artenliste mit den bisher in ornitho mit Atlascode gemeldeten Arten für diesen Quadranten aus dem Zeitraum 2013-2017. Sie können hier zwei Jahre oder Zeiträume miteinander vergleichen. Für den jetzigen Zweck reicht es wenn Sie bei einem der beiden Felder "2013-2017" auswählen (die jetzige Atlasperiode) und auf "Vergleichen" klicken.

Beachten Sie jetzt nur die Spalte "2013-2017". Für jede Art sehen Sie drei Symbole mit folgender Bedeutung: Brut möglich, Brut wahrscheinlich, und Brut nachgewiesen. Ein automatisierter Vergleich ist leider nicht möglich, aber diese Artenliste von 2013-2017 können Sie (visuell) mit der Artenliste in der zuvor geöffneten pdf-Datei vergleichen. Vielleicht entdecken Sie noch fehlende Arten, bei denen sich eine gezielte Nachsuche lohnt. Oder Sie sehen Arten in der Kategorie Brut möglich oder wahrscheinlich, für die Sie mit etwas Nachsuche noch einen Brutnachweis erbringen können.

Hinweis: Arten, die "geschützt" gemeldet worden sind oder vom System automatisch geschützt wurden, scheinen in dieser Übersicht auf – Sie haben allerdings nur Zugriff auf die von Ihnen selbst gemeldeten Einzelbeobachtungen dieser Arten. Mögliche Nachweise Dritter sehen Sie in der Übersicht, nicht jedoch die Details dazu.

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Montag, 20. Juni 2016
In Europa unterwegs? NaturaList vereinfacht Mitarbeit am 2. Europ. Brutvogelatlas!

Viele, die die ornitho-App "NaturaList" nutzen, werden vielleicht schon die vor kurzem vorgestellte Tageslisten-Funktion ausprobiert haben. Damit wird es nicht nur deutlich einfacher, diese besonders wertvollen Daten hierzulande zu sammeln, sondern es wird auch einfacher, das bislang ambitionierteste Gemeinschaftsprojekt in der europäischen Ornithologie zu unterstützen: den zweiten europäischen Brutvogelatlas. Machen Sie mit, wenn Sie in den kommenden Wochen oder zur Brutzeit 2017 in Europa unterwegs sind. Wir erklären Ihnen wie.

Der EBCC (European Bird Census Council), der Dachverband der avifaunistischen Fachverbände in Europa, hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinen Partnern in den Ländern (u.a. BirdLife Österreich) den zweiten europäischen Brutvogelatlas zu erarbeiten. Der erste Atlas ist vor rund 20 Jahren erschienen, mit Daten die inzwischen rund 30 Jahre alt sind. In dieser Zeit hat sich vieles in Europa verändert.

Ziel des zweiten europäischen Brutvogelatlas ist es, nun tatsächlich ganz Europa abzudecken, d.h. vom Ural bis zu den Azoren und von Spitzbergen bis nach Malta; ein ambitioniertes Ziel, denn in weiten Teilen Europas sind die Beobachterdichten weit geringer als bei uns. Vor allem in Ost- und Südosteuropa (aber nicht nur dort) gibt es noch größere weißere Flecken. Helfen Sie mit, diese Lücken bis 2017 zu schließen!

Mehr über das Projekt "EBBA2" erfahren Sie unter www.ebba2.info.

Sie können den europäischen Brutvogelatlas auf zwei Arten unterstützen:

  1. Melden Sie alle Ihnen interessant erscheinende Beobachtungen und versehen diese mit einem Brutzeitcode, wenn das Verhalten der Vögel auf ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten hinweist.
     
  2. Führen Sie 1 bis 2 Stunden lange Rundgänge durch und melden alle Vogelarten als Tagesliste. Wichtig ist auch hierbei, dass Sie alle Beobachtungen mit einem Brutzeitcode versehen, wenn das Verhalten der Vögel auf ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten hinweist. Jede auf dem Rundgang festgestellte Art muss grundsätzlich nur einmal gemeldet werden, wir empfehlen jedoch folgende Vorgehensweise: von mäßig häufigen und seltenen Arten sollten nach Möglichkeit alle Beobachtungen gemeldet werden, bei den häufigen mindestens jeweils die erste sowie alle nachfolgenden mit einem höheren Brutzeitcode (Bsp.: Sie beobachten zuerst eine singende Blaumeise und tragen diese mit S ein, später beobachten Sie eine Futter tragende, bitte melden Sie diese dann zusätzlich mit FY). Sie dürfen aber natürlich auch alle Beobachtungen aller Arten melden.

Damit können Sie bereits durch kleine Exkursionen und Ihre Zufallsbeobachtungen im Urlaub einen wichtigen Beitrag zum europäischen Brutvogelatlas leisten. Am einfachsten geht dies mit der App "NaturaList". Für ganz Europa stehen die Karten von OpenStreetMap zur Verfügung, die auch vorab für Ihre Urlaubsregion heruntergeladen werden können. So benötigen Sie keine Netzverbindung, um die Beobachtungen exakt erfassen zu können.
Wer nicht mit NaturaList arbeitet, kann von der Atlas-Homepage Excel-Dateien herunterladen.

Durch eine gezielte Reise in entlegene Gebiete können Sie einen besonders großen Beitrag zum europäischen Brutvogelatlas leisten. Wenn Sie also das Abenteuer etwas mehr lockt, dann nehmen Sie am besten mit den nationalen oder europäischen Koordinatoren Kontakt auf. Alles Wissenswerte hat das EBBA2-Team in der Rubrik "How to contribute with my data from a foreign country" zusammengestellt.

Ermöglicht wurde die Erweiterung der App durch die Schweizerische Vogelwarte Sempach im Rahmen des Europäischen LIFE-Projektes "Combining and improving online bird portals data to display near-real-time spatiotemporal patterns of bird distribution across Europe". Merci vielmals!

Ihr ornitho.at-Team

 

Abb.: Kombinierte Karte aus modellierten und kartierten Daten zur Brutverbreitung der Samtkopf-Grasmücke in Europa. Das lässt erahnen, welch großartiges Werk uns in einigen Jahren erwartet. © EBCC

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Dienstag, 31. Mai 2016
Brutvogelatlas: Achten Sie jetzt auf Brutnachweise

Die Brutsaison ist bereits weit vorangeschritten – nun ist es sehr einfach, Brutnachweise zu erbringen. Leise, hochfrequente Rufe, die man nicht sofort einer bestimmten Art zuordnen kann, stellen sich oft als bettelnde Jungvögel in einem Nest (Atlascode NY) heraus. Aufmerksame BeobachterInnen halten daraufhin aus sicherer Distanz Ausschau nach den dazugehörigen Altvögeln (oftmals warnend), damit das Nest der richtigen Art zugerechnet werden kann. Besonders häufig sind futtertragende Altvögel zu beobachten (Atlascode FY). Nur wenige Arten (z.B. Greifvögel, Würger) transportieren ihre eigene Nahrung um sie an einer anderen Stelle zu bearbeiten und fressen. Bei allen anderen Arten ist dieses Verhalten ein leicht zu erbringender Nachweis, dass Jungvögel in unmittelbarer Nähe gefüttert werden. Auch die ersten ausgeflogenen Jungvögel hüpfen und flattern bereits in der Nähe ihrer Nester herum (Atlascode FL). Diese Beobachtungen (u.a.) fallen alle in die Kategorie der Brutnachweise – der höchsten und wertvollsten Kategorie in der Liste der Atlascodes. Geben Sie bitte alle Brutnachweise in ornitho.at ein – wenn möglich mit exakter Verortung. Über die ornitho-App NaturaList z.B. ist das in wenigen Sekunden möglich. Viele Brutnachweise können ohne extra Zeitaufwand "nebenbei" erbracht werden – beim Wandern, beim Ausflug mit der Familie, beim Grillen im Garten usw.

Frequenzerhebungen

Auch die Frequenzerhebungen für den Brutvogelatlas sind wieder in vollem Gange. Der Zeitraum für Frequenzerhebungen geht in niederen und mittleren Lagen noch bis zum 12. Juniüber der Baumgrenze sogar bis zum 10. Juli. Wenn Sie noch nicht bei den Erhebungen für den neuen Brutvogelatlas mitarbeiten oder Ihre bisherigen Frequenzerhebungen bereits beendet haben: jetzt ist noch Zeit, sich neue Sextanten für diese Saison zu suchen. Auch die Übernahme einzelner Sextanten oder Sextantengruppen ist eine große Hilfe! Dies gilt vor allem für den alpinen Raum: Wenn Sie in den nächsten Wochen einen Aufenthalt in den Alpen planen, melden Sie sich bitte bei unserem Atlas Team (atlas@birdlife.at). Während einer Vormittagswanderung in den Bergen können nebenbei 2-3 Sextanten recht leicht kartiert werden. Wir helfen gerne bei der Suche nach nahegelegenen Sextanten und versorgen Sie mit den nötigen Karten und Unterlagen.

aufgegeben von Benjamin Seaman
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2017