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Dienstag, 9. Januar 2018
Hinweise auf illegale Greifvogelverfolgung erbeten

Liebe ornitho-BenutzerInnen,

Da sich in den letzten Wochen leider wieder die Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung häufen, möchten wir Sie erneut bitten, Beobachtungen mit Hinweisen auf illegale Verfolgung (Schussmarken etc.) in den Bemerkungen entsprechend zu dokumentieren. Solche Hinweise können etwa ungewöhnliche Lücken an den Flügeln oder am Schwanz des Vogels sein, welche nicht durch Mauser verursacht werden (asymmetrische Lücken, Fehlen von mehreren nebeneinander liegenden Federn bzw. Federteilen). Bitte versehen Sie solche Beobachtungen in der Bemerkung mit dem Eintrag "mögliche illegale Verfolgung". Eine Fotodokumentation solcher Fälle wäre sehr hilfreich. Die Daten helfen uns mögliche Hotspots der illegalen Greifvogelverfolgung zu identifizieren und hier entsprechende Schritte zu setzen.

Vielen Dank - Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Montag, 1. Januar 2018
Bitte beachten - die Vögel sind nun ein Jahr älter

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2017 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2016 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Mit den besten Wünschen für 2018!

Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Neugestaltung des EuroBirdPortal

Im EuroBirdPortal werden die Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus über 20 Ländern in Europa zusammengeführt. Auch die auf den ornitho-Portalen gesammelten Daten fließen (in vergröberter Form) direkt ins EuroBirdPortal ein und machen es zum größten und dynamischsten Citizen Science Biodiversitätsprojekt in ganz Europa.

Ganz aktuell wurde das EuroBirdPortal wesentlich erweitert: Die Oberfläche des Viewers wurde attraktiv neu gestaltet, es wurden weitere Länder am Balkan sowie die Türkei und Israel hinzugefügt, und ab sofort sind auch über 40 Millionen Nachweise von 2016 abrufbar.

Weiters verfügt der Viewer nun über eine Zoomfunktion und zeigt Abbildungen der 105 abrufbaren Vogelarten bei der Artauswahl. Mit dem Viewer lässt sich z.B. das jahreszeitliche Auftreten von 2 Arten im direkten Vergleich, oder auch das Auftreten einer einzelnen Art in verschiedenen Jahren, darstellen. Die unzähligen Darstellungsmöglichkeiten (mehr als 30 Millionen Kombinationen!) können auf Klick in sozialen Netzwerken geteilt oder auf externen Webseiten eingebettet werden.

Mehr Infos gibt es als Video bzw. in der Pressemitteilung in englischer Sprache.

Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Dienstag, 12. Dezember 2017
Aufruf Birkenzeisig

Aufruf Birkenzeisig

Seit Anfang November d.J. werden vor allem die außeralpinen Regionen Österreichs von Birkenzeisigen aufgesucht. Grundsätzlich sind in Österreich Birkenzeisig (Carduelis flammea cabaret) als Brut- Stand- und Strichvogel bzw. Taigabirkenzeisig (Carduelis f. flammea) als Durchzügler und Wintergast (als Wintergast können auch nordische cabaret in Mitteleuropa auftreten) nachgewiesen und auf ornitho.at zur Meldung eingerichtet. Allerdings ist nicht nur die systematische Stellung der Birkenzeisige unklar (eine Art mit mehreren Unterarten vs. zwei oder drei Arten mit Unterarten), auch ihre sichere Bestimmung im Feld ist schwierig und setzt eine gute Kenntnis der Feldkennzeichen voraus, um die verschiedenen Arten/Unterarten bestimmen zu können. Im Einzelfall ist das nicht sicher möglich! Daher besteht auf ornitho auch die Möglichkeit Birkenzeisig (Carduelis flammea ssp.) zu melden.

Gegenwärtig gibt es konkrete Anzeichen, dass weitere Arten/Unterarten (Polarbirkenzeisig, Carduelis h. hornemanni und/oder C.h. exilipes) oder eventuell andere Unterarten von C. flammea bei uns auftauchen. Angesichts der Bestimmungsschwierigkeiten wäre es wünschenswert möglichst gute Beschreibungen relevanter Merkmale und Fotos(!) von beobachteten Vögeln anzufertigen und auf ornitho bzw. bei der AFK (Avifaunistischen Kommission) bei Verdacht auf Polarbirkenzeisig zu melden. Polarbirkenzeisige müssen auf ornitho unter "Art nicht in der Liste" gemeldet werden, da es bisher noch keinen gesicherten Nachweis aus Österreich gibt.

Grundsätzlich sind Größe des Vogels, Proportionen, Schnabellänge und -höhe, Schwanzlänge, Gesamtfärbung (Anteil Brauntöne, Ockertöne, Rottönung, Weißfärbung), Art und Dichte der Strichelung auf der Körperseite, Bürzel (Ausdehnung, Form, Färbung, Zeichnung) und Zeichnung der Unterschwanzdecken wichtige Merkmale. Auch die Rufe (Höhe und Tempo) können u.U. zur Bestimmung beitragen.

Unsere Kenntnis über das Auftreten von Birkenzeisigen abseits des Brutgebietes des heimischen Taxons (C. f. cabaret) ist sehr unvollständig. Eine besonders sorgfältige Dokumentation der Nachweise zur Zugzeit bzw. im Winter ist daher sehr erwünscht. Danke für Ihre gewissenhafte Dokumentation!

Mit besten Grüßen

Hans-Martin Berg
(Avifaunistische Kommission/AFK)

Bestimmungshilfe gibt es z.B. ausführlich im Buch von Martin Garner: Birding Frontiers. Challenge Series. Winter, 2015, 132 Seiten. oder hier:
http://birdingfrontiers.com/2015/02/16/arctic-redpoll-and-mealy-redpoll/

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Mittwoch, 6. Dezember 2017
AFK neu beurteilte Fälle - Sitzung November 2017

Liebe VogelkundlerInnen,

Bei der Herbstsitzung der Avifaunistischen Kommission (AFK) am 19.11.2017 wurden über 200 eingereichte Beobachtungen von Seltenheiten bearbeitet. Die Ergebnisse finden sich ab sofort auf der Homepage der AFK unter http://www.birdlife-afk.at/. Nur hier gibt es einen vollständigen Überblick zu den bisher bearbeiteten Fällen. Wir bitten auch um Beachtung der aktuellen Änderungen (vollständige Streichungen, regionale Überarbeitungen) bei meldepflichtigen Arten! Im Fall der Zaunammer entfällt die Meldepflicht aus den sich etablierenden Brutgebieten in NÖ rückwirkend mit 1.1.2017.

Herzlichen Dank an die vielen BeobachterInnen für die Dokumentation seltener Vogelarten in Österreich.

Mit besten Grüßen

Hans-Martin Berg

(Vorsitz Avifaunistische Kommission/BirdLife Österreich)

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Montag, 2. Oktober 2017
Brutvogelatlas: Letztes Jahr abgeschlossen – bitte alle Beobachtungen eingeben!

Nun sind tatsächlich schon fünf Jahre vergangen und wir haben das letzte Erhebungsjahr für den neuen Österreichischen Brutvogelatlas abgeschlossen! Zusammen mit dem Atlas haben wir ornitho.at gestartet, und beide Projekte haben sich gemeinsam zu einem großen Erfolg entwickelt: Für den Brutvogelatlas haben über 1.700 MelderInnen mehr als 1,5 Millionen Beobachtungen gemeldet – das sind immerhin 43 % aller Meldungen auf ornitho.at. Damit wurde eine großartige Datenbasis für den Atlas geschaffen. An dieser Stelle möchten wir allen, die dazu beigetragen haben, ganz herzlich für diesen tollen Einsatz danken!

Mit der Sichtung und Auswertung dieser gewaltigen Datenmenge steht nun der nächste große Abschnitt des Atlasprojekts an. Bevor wir beginnen, möchten wir sichergehen, dass wir auch sämtliche erhobenen Daten zur Verfügung haben. Bitte geben Sie deshalb alle erhobenen, aber noch nicht eingegebenen Beobachtungen spätestens bis 15.10.2017 auf ornitho.at ein. Sollte Ihnen die Eingabe nicht möglich sein, kontaktieren Sie uns bitte unter atlas@birdlife.at.

Unter Umständen werden wir im kommenden Jahr 2018 noch Nachkartierungen durchführen, z. B. für schwer erfassbare Arten. Die Entscheidung dazu werden wir nach einer ersten Sichtung der eingegangenen Daten treffen. Informationen dazu erhalten Sie rechtzeitig an dieser Stelle.

Inzwischen wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude beim Beobachten unserer Vogelwelt!

Ihr Atlas-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Dienstag, 5. September 2017
Neue Beschlüsse der AFK online

Liebe VogelkundlerInnen,

In einem zusätzlichen Umlaufbeschluss vom 19.8.2017 wurden über 150 Beobachtungsmeldungen an die Avifaunistische Kommission/BirdLife Österreich bearbeitet und entschieden. Die Ergebnisse finden sich ab sofort online auf der Homepage der AFK unter http://www.birdlife-afk.at/. Nur hier gibt es einen vollständigen Überblick zu den bisher bearbeiteten Fällen.

Herzlichen Dank an die vielen BeobachterInnen für die Dokumentation seltener Vogelarten in Österreich.

Mit besten Grüßen

Hans-Martin Berg

(Vorsitz Avifaunistische Kommission/BirdLife Österreich)

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Montag, 3. Juli 2017
Erforschung der Graugans: Halsberingte Vögel am Neusiedler See

Im Zuge eines wissenschaftlichen Projektes wurden im Juni 43 Graugänse im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel markiert. Die verwendeten gelben Halsringe mit schwarzer Schrift sind auch auf große Entfernungen leicht abzulesen. Mit Hilfe der Markierungen sollen wichtige Informationen zur Verteilung und zu den Zugwegen dieser im Gebiet stark zunehmenden Art erhalten werden. Bitte melden Sie alle Beobachtungen dieser Vögel mit Ringnummer!

Besonders interessant sind zusätzliche Informationen, die Sie im Bemerkungsfeld angeben können:

  • Größe des Trupps in dem sich die Gans aufhielt
  • ev. zur Altersverteilung der Individuen des Trupps (adult/diesjährig)
  • Verhalten (z.B. Nahrungssuche, ruhend, fliegend etc.)
  • Lebensraum (z. B. Weide, Wiese, Getreidefeld, Hackfruchtacker, Weingarten, Wasserfläche)

Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Donnerstag, 1. Juni 2017
Mauerseglerkartierung in Wien

BirdLife Österreich und die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 erheben dieses Jahr die Brutplätze des Mauerseglers im Wiener Stadtgebiet. Die Erhebung dient dem Schutz dieser an Gebäuden brütenden Art und einem wissenschaftlichen Projekt des Departments für Integrative Biologie der Universität Wien.

Damit die Daten auch tatsächlich für den Artenschutz verwendet werden können, sind eine punktgenaue Standortangabe und die Vergabe eines Brutzeitcodes unerlässlich. Eingaben, die nur einem Sextanten zugeordnet werden, sind leider nicht verwertbar. Auch Detailangaben, wie z.B. die genaue Beschreibung des Brutplatzes (z. B. Hausnummer, Lokalisation am Gebäude), sind für uns sehr wertvoll.

Bitte denken sie auch daran, Brutplätze aus vergangenen Jahren zu melden – jede Meldung ist für das Projekt wertvoll und kommt dem Schutz dieser faszinierenden Vogelart zu Gute!

Ihr ornitho.at-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
 
Sonntag, 14. Mai 2017
Brutvogelatlas: Langstreckenzieher und mehr

Nach einem wetterbedingten Auf und Ab sind wir nun schon mitten in der Brutzeit. Fast alle unsere Brutvögel sind schon da oder werden in den nächsten Tagen bei uns eintreffen. Für die Kartierungen wollen wir Ihre Aufmerksamkeit zunächst auf zwei spät ankommende Greifvögel richten:

Der Wespenbussard wird trotz seiner weiten Verbreitung gerne übersehen, da er neben seiner späten Ankunft auch eine unauffällige Lebensweise hat. Die Unterscheidung vom Mäusebussard ist nicht einfach – bitte achten Sie auf die Kennzeichen, die in modernen Bestimmungsbüchern wie bspw. dem "Kosmos Vogelführer" ausführlich dargestellt sind. Die Art zeigt auffällige Balzflüge mit kurzem "Schütteln" der fast senkrecht nach oben gehaltenen Flügel. Die Balzflüge können bis weit in den Sommer hinein beobachten werden. Auch der Baumfalke kommt erst relativ spät aus seinen Winterquartieren zurück. Bitte beachten Sie bei der Bestimmung die vom Turmfalken unterschiedliche Struktur (kürzerer Schwanz, sehr spitze Flügel), Färbung (u. a. ist die Oberseite schwärzlich) und Jagdweise – Baumfalken rütteln nicht, sondern jagen im Luftraum spektakulär nach Vögeln (oft auf Schwalben im Siedlungsbereich) oder Insekten.

Unser Wissen um die Verbreitung der Waldschnepfe ist nach wie vor lückenhaft (siehe Verbreitungskarte hier), und darüber hinaus sind durchziehende Vögel nicht von unseren Brutvögeln zu unterscheiden. Nun ist der Durchzug vorbei, und Nachweise von über ihrem Revier im Flug balzenden Waldschnepfen sind besonders wertvoll. Die abendlichen Balzflüge kann man besonderes über größeren Lücken im Baumbestand, z. B. Schlagflächen, Schneisen, Waldwege, Verjüngungen oder Gewässern beobachten. So wie bei der Eulenkartierung zu Beginn der Atlassaison bietet es sich an, bei guter Witterung (windstilles, klares Wetter) an legal befahrbaren Straßen alle paar 100 m an geeigneten Stellen zu stoppen und nach Waldschnepfen zu horchen. Dabei können auch alle rufenden Eulen (Balzrufe, Kontaktrufe, bettelnde Jungvögel) notiert werden.

Neben den vielen seltenen und interessanten Brutvogelarten vergessen Sie bitte nicht, dass auch die Straßentaube ein Brutvogel Österreichs ist. Speziell im Alpenraum ist sie bislang nur an recht wenigen Stellen in den Tälern nachgewiesen worden (und dort weniger weit verbreitet als die ebenfalls eng an menschliche Siedlungen gebundene Türkentaube). Gibt es noch Vorkommen die bislang wegen der Suche nach selteneren Vogelarten abseits der Siedlungen noch nicht gemeldet worden sind?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und viel Erfolg beim Kartieren!

Ihr Atlas-Team

aufgegeben von Benjamin Seaman
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Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2018