Datenübermittlung von NaturaList derzeit verlangsamt
Am Wochenende wurden unsere Server unerwartet stark beansprucht. Das führte dazu, dass die ornitho-App NaturaList zeitweise keine Verbindung zu den Servern herstellen konnte. Das Entwicklerteam von Biolovision hat bereits Sonntag Abend Maßnahmen ergriffen, allerdings ist es derzeit immer noch so, dass es sehr lange dauern kann (z. T. länger als 24 Std.), bis Beobachtungen aus NaturaList auf ornitho.at ankommen.
Bitte geben Sie Meldungen nicht doppelt ein. Geben Sie dem System etwas Zeit, sich zu erholen. Es gehen keine Daten verloren. Sie können weiterhin Beobachtungen mit NaturaList erfassen und übermitteln ‒ es dauert ggf. nur etwas länger, bis sie auf ornitho.at verfügbar sind.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Geduld!
aufgegeben von Benjamin Seaman
Mittwoch, 22. April 2026
Anders rufende Zilpzalpe unterwegs
Nachdem es im Herbst zum vermehrten Auftreten von Zilpzalpen mit deutlich andersartigen Rufen kam (ähnlich dem Taigazilpzap ssp. tristis) sind aktuell in manchen Teilen Österreichs wiederum Zilpzalpe mit Rufen auffällig, die deutlich von jenen der mitteleuropäischen Populationen abweichen. In der Literatur werden sie mit "swiё" umschrieben. Im Handbuch der Vögel Mitteleuropas laufen sie unter der Bezeichnung "Kükenruf", da ihr Klang an den Suchruf eines Hühnerkükens erinnert. Die Herkunft dieser Vögel liegt vermutlich weit im Osten Europas. In der Schweiz kam es beispielsweise zu einem auffälligen Auftreten im Jahr 2008, das mit einer wochenlangen NO-Strömung einherging (Christen 2008). Wenn Ihnen Zilpzalpe mit solchen Rufen auffallen, ersuchen wir Sie diese Meldungen in den Bemerkungen mit dem Zusatz "Kükenruf" zu kennzeichnen und wenn möglich eine Tonaufnahme anzufügen. Vielen Dank!
Neuigkeiten von der Avifaunistischen Kommission (AFK)
Liebe Melderinnen und Melder,
Auf der Webpage der AFK (https://www.birdlife-afk.at/) stehen wieder neue Beurteilungen von Beobachtungen aus der Sitzung vom 24.1. und 9.3.2026 bereit.
Wir möchten auch wieder daran erinnern, noch undokumentierte Beobachtungen von Seltenheit bei der AFK einzureichen. Insbesondere dann, wenn Beobachtungen von Seltenheiten "alleine stehen", oder noch nicht dokumentierte Ortsveränderungen oder phänologische Randdaten betreffen. Für Benutzer:innen der "Club 300-Seite" gibt es eine Orientierung über "offene" Fälle. Wenn Sie eine Dokumentation verfassen, bitten wir die Mindestinhalte eines Protokolls zu beachten, damit wir bei der AFK eine sinnvolle Beurteilung einer Beobachtung vornehmen können. Bilder sind immer erwünscht und helfen ‒ sofern sie in beurteilbarer Qualität beigesteuert werden(!) ‒ den eigenen Aufwand beim Dokumentieren zu minimieren. Bitte Bilder zusammen mit dem Protokoll einreichen.
Nachdem in der Vergangenheit immer wieder Protokolle mit "irrigen" Angaben gekommen sind, bitten wir vor Absenden eines Protokolls sehr darauf zu achten, dass Art-, Datums- und Ortsangaben korrekt sind. Das minimiert den nachfolgenden administrativen Aufwand.
Danke für die Bemühungen zur Qualitätssicherung vogelkundlicher Daten.
Mit besten Grüßen
Hans-Martin Berg
(für die Avifaunistische Kommission/AFK)
aufgegeben von Benjamin Seaman
Montag, 20. April 2026
Wartungsarbeiten am 20. April ab 20 Uhr
Aufgrund umfangreicher und dringender Wartungsarbeiten ist die Website ornitho.atam 20. April von 20:00 Uhr bis zum nächsten Morgen nicht erreichbar.
Diese Arbeiten betreffen auch die anderen Webseiten der ornitho-Familie sowie die Synchronisation mit der ornitho-App NaturaList. Wir empfehlen Ihnen daher, alle in NaturaList erfassten Daten vor dem 20. April um 20:00 Uhr mit ornitho.at zu synchronisieren und anschliessend zu warten, bis die Website wieder verfügbar ist, um die App erneut nutzen zu können.
aufgegeben von Benjamin Seaman
Donnerstag, 1. Januar 2026
Bitte beachten: Die Vögel sind jetzt ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2025 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Jänner 2026 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern jetzt im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2024 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir bitten Sie, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.
Mit den besten Wünschen für 2026!
Ihr ornitho.at-Team
(Foto: J. Hauzinger, ornitho.at)
aufgegeben von Benjamin Seaman
Dienstag, 2. Dezember 2025
Stunde der Wintervögel, 3.-6. Jänner 2026 – Zähl mit uns!
Kennen Sie schon die Stunde der Wintervögel – die größte Citizen Science Aktion Österreichs? Auch diesen Winter lädt BirdLife Österreich zum gemeinsamen Zählen der weit verbreiteten Wintervogelarten in unseren Städten und Dörfern. Einfach im Zählzeitraum eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Balkon oder im Park zählen und melden!
Bei der letzten Zählung im Jänner 2025 haben rund 27.000 Teilnehmer:innen etwa 646.000 Vögel gezählt. Die Kohlmeise war am häufigsten in den heimischen Gärten anzutreffen. Waren es bei den ersten sechs österreichweiten Zählungen noch jeweils um die 40 Vögel pro Meldung, kamen die Ergebnisse in den letzten Jahren kaum über 30 gezählte Vögel pro Meldung hinaus (31 im Jahr 2025).
Wichtig: Ihre Zählungen fließen nur in die Stunde der Wintervögel Auswertungen ein, wenn sie über die eigene Meldeplattform eingegeben wurden. Zusätzlich können Sie, wenn Sie möchten, Ihre Zählung aber auch in ornitho.at eingeben – sie erfüllt perfekt die Voraussetzung für eine vollständige Beobachtungsliste (während der Beobachtungsdauer von einer Stunde werden alle beobachteten Vogelarten erfasst). Ihre Zählung hat somit den doppelten Wert! Für diese Meldungen wird es im Zählzeitraum einen eigenen Projektcode "SdW – Stunde der Wintervögel" geben, mit dem Sie Ihre Beobachtungsliste versehen können.
aufgegeben von Benjamin Seaman
Montag, 17. November 2025
Neuigkeiten von der Avifaunistischen Kommission (AFK)
Liebe Melderinnen und Melder,
Auf der Webpage der AFK (https://www.birdlife-afk.at/) stehen wieder neue Beurteilungen von Beobachtungen aus der Sitzung vom 7.9.2025 bereit.
Aktuell möchten wir auch mitteilen, dass der Schlangenadler ab 1.1.2026 bei der AFK nicht mehr gemeldet werden muss. Bei Meldungen auf ornitho.at ist aber eine Fotobeleg oder eine Kurzbeschreibung erkannter Merkmale, die zur Bestimmung führten, weiterhin erwünscht.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch daran erinnern, noch undokumentierte Beobachtungen von Seltenheit (dringlich aus 2023/24) bei der AFK einzureichen. Insbesondere dann, wenn Beobachtungen von Seltenheiten "alleine stehen", oder noch nicht dokumentierte Ortsveränderungen oder phänologische Randdaten betreffen. Für Benutzer:innen der "Club 300-Seite" gibt es eine Orientierung über "offene" Fälle. Wenn Sie eine Dokumentation verfassen, bitten wir die Mindestinhalte eines Protokolls zu beachten, damit wir bei der AFK eine sinnvolle Beurteilung einer Beobachtung vornehmen können. Bilder sind immer erwünscht und helfen, sofern sie in beurteilbarer Qualität beigesteuert werden(!), den eigenen Aufwand beim Dokumentieren zu minimieren. Bitte Bilder zusammen mit dem Protokoll einreichen.
Danke für die Bemühungen zur Qualitätssicherung vogelkundlicher Daten.
Mit besten Grüßen
Hans-Martin Berg
(für die Avifaunistische Kommission/AFK)
aufgegeben von Benjamin Seaman
Montag, 25. August 2025
Wachteljagd – Aufruf zum Melden illegaler Klangattrappen
Der September ist im Burgenland die Zeit der Wachteljagd. Die europaweit als potenziell gefährdet eingestufte Wachtel hat auch in Österreich einen rückläufigen Trend bei geschätzt 2.500-5.000 rufenden Männchen. In den beiden letzten Jahren wurden im Burgenland (überwiegend in den drei Bezirken Güssing, Neusiedl/See und Oberpullendorf) jährlich über 500 Wachteln erlegt, obwohl die Jagdzeit nur einen Monat dauert. Die (relativ hohen) Abschusszahlen und mehrere Meldungen von (illegalen!) Klangattrappen in diesem Zeitraum lassen darauf schließen, dass auch mit verbotenen Lockmitteln gearbeitet wird. Um die Verbreitung dieser rechtswidrigen Praxis einschätzen zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen: Da im September nicht mit anhaltenden Rufen der Vögel zu rechnen ist, bitten wir Sie, auf solche Rufe zu achten und uns diese Beobachtungen gegebenenfalls zu melden. Dies kann gerne über ornitho.at (bitte mit dem Stichwort "Klangattrappe" im Kommentar) oder direkt über unsere Meldewege für Wildtierkriminalität (birdcrime.at) erfolgen.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Foto: A. Tiefenbach, ornitho.at
aufgegeben von Benjamin Seaman
Mittwoch, 4. Juni 2025
Bestandseinbruch bei der Felsenschwalbe? Aufruf zur Kontrolle bekannter Brutplätze
Aktuelle ornitho.at-Daten lassen einen massiven Bestandseinbruch der Felsenschwalbe befürchten. In der Abbildung unten ist zu sehen, dass die Felsenschwalbe 2025 (blaue Linie) bisher nicht einmal halb so oft auf vollständigen Beobachtungslisten gemeldet wurde, wie im gleichen Zeitraum der letzten 5 Jahren (grüne Fläche). Bei der Zahl der Meldungen insgesamt zeigt sich ein ähnliches Bild: Im Zeitraum 1. Februar bis 31. Mai gab es im Jahr 2023 noch 878 Meldungen (5297 gemeldete Individuen), gefolgt von 852 Meldungen (4090 Individuen) 2024 und nur mehr 314 Meldungen (1137 Individuen) 2025! Die Situation in Deutschland – vor allem in Bayern – dürfte ähnlich aussehen. Wir danken den Kollegen vom LBV und ornitho.de für den Hinweis!
Zur weiteren Dokumentation bitten wir um Ihre Mithilfe: Wenn Ihnen Brutplätze von Felsenschwalben bekannt sind, bitte suchen Sie sie wenn möglich in nächster Zeit auf, um ihre Besetzung zu überprüfen. Wichtig: Auch wenn Sie keine Felsenschwalben antreffen, bitte melden Sie die Art mit 0 Individuen und dem Brutzeitcode 99 ("Art trotz Beobachtungsgängen nicht (mehr) festgestellt").
Auch wenn die Ursache dieses Rückgangs noch unklar ist, liegt der Verdacht auf witterungsbedingte Faktoren nahe. Mitte September 2024 führten anhaltende, massive Niederschläge und kalte Temperaturen in Österreich und im südlichen Bayern vor allem bei der Mehlschwalbe zu Verlusten. Tausende Vögel wurden in Folge von Unterkühlung und Unterernährung geschwächt aufgegriffen oder tot aufgefunden. Die Dunkelziffer dürfte hier um ein Vielfaches höher liegen. Möglicherweise war hiervon auch die Felsenschwalbe betroffen, es blieb im dünner besiedelten Alpenraum nur weniger beachtet?
Danke für Ihre Unterstützung!
Ihr ornitho.at-Team
Foto: L. Khil
aufgegeben von Benjamin Seaman
Montag, 19. Mai 2025
Vorsicht bei der Aufnahme von Nestfotos!
Liebe Melderinnen, liebe Melder auf ornitho.at,
Zur Brutzeit einen besetzten Greifvogelhorst, ein Singvogelnest oder Brutstätten anderer Vogelarten zu finden, ist immer ein schönes Erlebnis. Der Wunsch, dies fotografisch zu dokumentieren, kommt dabei schnell auf. Doch nur in seltenen Fällen ist das wirklich notwendig oder zielführend, und es sollte dabei immer die Sicherheit des Geleges bzw. der Jungvögel an erster Stelle stehen. Bei einigen Arten im Siedlungsbereich (z. B. Weißstorch) ist eine Nestfoto weniger problematisch und einer Veröffentlichung in ornitho steht nichts im Wege. Doch in allen anderen Fällen bitten wir ggf. aus Dokumentationsgründen notwendige Nest-/Horstaufnahmen immer gesperrt einzugeben! Dafür müssen Sie das rote Schlüsselsymbol beim Foto extra aktivieren. Eine gesperrte Beobachtung (gelber Schlüssel) führt nicht automatisch zu einem gesperrten Bild! Wir bitten alle Melder*innen beim Melden auf ornitho daran zu denken.
Danke für Ihr umsichtiges Handeln beim Beobachten!